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Auftakt Tarif Zeitungsverlage (Angestellte)

Auftakt Tarif Zeitungsverlage (Angestellte)

Auftakt der Tarifverhandlungen für die Zeitungsverlage in Bayern

 

Wir brauchen jetzt mehr Geld
Gehalt und Lohn sollen um 4,5 % (mind. 200 €) steigen

 

(14.06.2018) Der Aufschlag ist gemacht: Anfang der Woche haben sich ver.di Fachbereich Medien Bayern und die bayerischen Zeitungsverleger (vbzv) zur ersten Runde in den Tarifverhandlungen für die Angestellten in den bayerischen Tageszeitungen getroffen. ver.di-Verhandlungsführerin Christa Hasenmaile begründete die Lohn- und Gehaltsforderung von 4,5 % (mindestens 200 Euro) mit der durchaus stabilen wirtschaftlichen Lage der bayerischen Zeitungsbetriebe, die sich trotz unbestrittener Auflagenverluste, nachweislich gut aufgestellt haben. Dies sei durch die guten bis sehr guten Ergebnisse der Tageszeitungen zu belegen, auch die „Einkaufstouren“ etlicher Verlage seien, so Hasenmaile, einerseits zwar besorgniserregend, da sie die Zeitungsvielfalt schmälern, andererseits seien sie aber auch Beweis, dass mit Zeitung immer noch sehr gutes Geld zu verdienen ist – auch und
gerade in Bayern.

Aus Sicht von Gewerkschaft und Beschäftigten gibt es durchaus Nachholbedarf nach den mitunter unzureichenden Erhöhungen der letzten Jahre und auch dem inzwischen auffälligen Fachkräftemangel lasse sich nur gute Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen begegnen. „Wir erwarten diesmal spürbar mehr Geld für unsere Mitglieder“, so Hasenmaile. Ein Angebot gab es von Seiten der Arbeitgeber bei der ersten Runde nicht, aber die Tarifverhandlungen werden im Juli fortgesetzt - - ob am 16.07. oder am 23.07. wird derzeit auf Arbeitergeberseite geklärt.