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Süddeutscher Verlag: Sparwahn Poststelle

Süddeutscher Verlag: Sparwahn Poststelle

 

Von Fernarbeit, Achtsamkeits-Apps und dümmsten Entscheidungen

 

Der Süddeutsche Verlag hat beschlossen, seine zentrale Poststelle dichtzumachen und die Arbeit an die Deutsche Post zu vergeben. Dort sollen künftig Kuverts aufgeschlitzt, Briefe eingescannt und gemailt werden. Begründung des Unternehmens: Wer im Homeoffice arbeitet, müsse seine Post per Mail erhalten.

Betriebsratsvorsitzender Jens Ehrlinger nennt die Schließung der Hauspost »eine der dümmsten Entscheidungen«. Weil fünf Beschäftigte zwischen 51 und 61 Jahren ihren Arbeitsplatz verlieren. Weil zwar die Personalkosten sinken, die Sachkosten aber steigen. Weil Betriebsrat und Redaktion ihre Post garantiert nicht in die Hände von Externen geben werden und deshalb doch jemand die Briefe in die Fächer sortieren muss.

Offenbar geht es darum, wieder fünf Köpfe von der Personalliste zu streichen. Egal, was es kostet.