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Wenn es Nacht wird in Bayreuth

Wenn es Nacht wird in Bayreuth

Wenn es Nacht wird in Bayreuth privat Protestaktion Nordbayerischer Kurier

Wenn es Nacht wird in Bayreuth -
Protestaktion gegen Stellenabbau beim Nordbayerischen Kurier

Entlassungen bedeuten weniger Qualität und weniger Kundennähe, befürchten die Mitarbeiter

Am Donnerstagabend (2. Februar 2017) kam es zu einer Demo der Beschäftigten des Nordbayerischen Kuriers gegen den geplanten Stellenabbau von rund einem Viertel der 225 Beschäftigten durch die Südwestdeutsche Medien-Holding vor dem Zentrum in Bayreuth. Nach dem Hate-Slam, bei dem sich rund 400 Besucher über die Fehler, Leserbriefe und Zuschriften, die nie veröffentlicht wurden, amüsierten, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kuriers mit einem stillen Protest auf den geplanten Stellenabbau aufmerksam gemacht. Rund 50 Kolleginnen und Kollegen aus allen Abteilungen haben sich an dem stillen Protest am späten Abend beteiligt, Flugblätter und heißen Tee verteilt und mit den Lesern gesprochen. 

Der Geschäftsführer der Nordbayerischer Kurier Zeitungsverlag GmbH, Bodo Kurz, nannte diese Massenentlassungen „Restrukturierung nach dem Erwerb durch die Frankenpost Verlag GmbH“, die wiederum der Südwestdeutschen Medien Holding,  SWMH, in Stuttgart gehört. Ziel sei „die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu verbessern“.

Wie berichtet, wollen die Gewerkschaften gegen diese Pläne argumentieren: „Wir werden den Kahlschlag beim Kurier durch eigene Vorschläge zum sozial abgefederten Personalabbau, Initiativen zu Einsparungen, Kreativität und, wenn nötig, durch Arbeitskampf verhindern“, so der ver.di-Gewerkschaftssekretär Bernd Bauer. Die Mitarbeiter befürchten einen dramatischen Qualitätsverlust, weil weniger Mitarbeiter in der Redaktion weniger Informationen und weniger Aktualität bedeuten. Gleichzeitig bedeuten weniger direkte Ansprechpartner im Verlag weniger Nähe zum Kunden.

Im Rahmen der kürzlich gestarteten Facebook-Aktion „Zeitungshelden“, der inzwischen fast 700 Menschen folgen, haben viele Leserinnen und Leser ihre Bestürzung auf der einen Seite und ihre Unterstützung einer vielfältigen, lokal nahen Zeitung zum Ausdruck gebracht.

Text übernommen von https://dju.verdi.de/ueber-uns/nachrichten/