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Erste Warnstreiks in München

Erste Warnstreiks in München

Warnstreik in München für Sozialtarifvertrag Heiner Birner Warnstreik G&D 252602

Die ersten Warnstreiks bei Giesecke & Devrient

Am Dienstag und Mittwoch, 24./25.02.2015, haben jeweils rund 270 Beschäftigte bei Giesecke & Devrient in München die Arbeit niedergelegt. Das Unternehmen weigert sich mit der Gewerkschaft ver.di Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag aufzunehmen. Der Banknotendruck und das Dienstleistungszentrum DLC, in dem Chipkarten personalisiert werden, standen zwei Tage lang still.

Der Banknotendruck soll nach Plänen des Unternehmens geschlossen werden, das DLC an einen immer noch nicht genannten „kostengünstigeren“ Standort verlagert werden. Die Streikbeteiligung in diesen Produktionsbereichen lag nahezu bei 100 %.

Die große Mehrheit der Belegschaft in der Konzernzentrale in der Prinzregentenstraße arbeitet in Vertrieb und Verwaltung sowie in Forschung und Entwicklung. Auch in diesen Bereichen sollen Hunderte entlassen werden. „Wir haben nicht erwartet, dass sich die Masse in den Angestelltenbereichen am Streik beteiligt, weil dort noch niemand weiß, wen es treffen wird und man wohl fürchtet, unangenehm aufzufallen. Wir konnten jedoch deutlich mehr Beteiligung und Sympathieerklärungen verzeichnen als in herkömmlichen Tarifauseinandersetzungen“, berichtet Sabine Pustet, zuständige Gewerkschaftssekretärin von ver.di.