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SZ: Protest gegen Knebelverträge

SZ: Protest gegen Knebelverträge

Die Freischreiber rufen für Freitag zum Protest gegen Knebelverträge bei der Süddeutschen Zeitung auf. Die dju in ver.di unterstützt diese Aktion und ruft zur Beteiligung auf.

Der Verlag verschickt derzeit üble Knebelverträge. Sie erlauben es der SZ, die  Beiträge an Zeitungen, mit denen der Verlag „kooperiert“, weiterzugeben - und das ohne Honorar für die Autorinnen und Autoren. Wer den neuen Vertrag nicht unterschreibt, bekommt künftig keine Aufträge mehr. Gemeinhin nennt man ein solches Vorgehen Erpressung. 

Vom Blankoscheck sind insbesondere auch Kolleginnen und Kollegen betroffen, die auch Beiträge für Schweizer Medien verfassen. Denn ein Kooperationspartner der SZ ist der Schweizer Tagesanzeiger. Erste Schweizer Medien wie die NZZ haben jetzt signalisiert, keine Beiträge mehr von Autorinnen und Autoren zu übernehmen, deren Beiträge aufgrund dieser Kooperation im Tagesanzeiger erscheinen. Ihnen wäre damit der Schweizer Mark  weitgehend verschlossen.Dem Beispiel könnten andere folgen.

Treffpunkt ist am Freitag, 15. September, um 12 Uhr auf der "Piazza" vor dem SZ-Hochhaus in Steinhausen (Hultschiner Straße), erreichbar über die S-Bahn / Berg am Laim oder die Tramlinie 25 (Umstieg von U-Bahn Max-Weber-Platz).